Zuschuss der Pflegekasse: bis zu 16.000 Euro

Das neue Pflegestärkungsgesetz 2017 ermöglicht wie bisher einen Zuschuss für sogenannte „Wohnraum-
an­passungsmaßnahmen“ bis zu einer Höhe von 4.000 €. Dieser Betrag steht jeder im Haushalt lebenden Person bei anerkanntem Pflegegrad und/oder ärztlicher Verordnung zu und muss vor dem Umbau bei der Kasse beantragt werden. Formulare hierzu erhalten Sie bei der Pflegekasse. Ihre Pflegekasse gewährt diesen Zuschuss pro Umbau­maßnahme pro Gesundheitszustand. Hat der Pflegebedürftige beispielsweise bereits einen Zuschuss für einen Badumbau erhalten, sein Gesundheitszustand sich aber weiter verschlechtert, können erneut 4.000 € z.B. für ein Liftsystem beantragt werden. Maximal 16.000 € sind als Zuschuss pro Maßnahme möglich, wenn bis zu 4 Pflege­bedürftige (z.B. Seniorenwohngemeinschaften) in einer gemeinsamen Wohnung leben. Ehepaare können dem­zufolge 8.000 € erhalten.

Was wird finanziert?

  • Maßnahmen, mit denen die konkrete Wohnumgebung an die Bedürfnisse des Pflegebedürftigen angepasst wird und deshalb nicht notwendigerweise in einer anderen Wohnumgebung benötigt werden (z. B. Einbau von Fenstern mit Griffen in rollstuhlgerechter Höhe, Aufzüge, Treppenlift).
  • Maßnahmen, die einen wesentlichen Eingriff in die Bausubstanz erfordern und damit der Gebäudesubstanz auf Dauer hinzugefügt werden (z. B. Austausch der Badewanne durch eine bodengleiche Dusche, Türverbreiterung).
  • Technische Hilfen im Haushalt (z. B. Einbau und Umbau von Mobiliar, welches an die Erfordernisse der Pflegesituation individuell angepasst wird).

Was sind Pflegegrade?

5 Pflegegrade anstatt 3 Pflegestufen ab 2017
Im Zuge der Pflegereform 2016/2017 werden die gesetzlich definierten Pflegestufen 1, 2 und 3 in die neuen Pflege­grade 1, 2, 3, 4 und 5 umgewandelt (siehe Tabelle). Diese Überleitung ist in § 140 Sozialgesetzbuch Elf (SGB XI) ver­ankert. Bei Versicherten, die somit zwangsläufig einen neuen Pflegegrad erhalten, werden bis 1. Januar 2019 keine „Wiederholungsbegutachtungen“(§ 18 SGB XI) durchgeführt. Begutachtungen sind jedoch möglich, wenn Sie diese selbst beantragen (z.B. bei gewünschter Höherstufung).
Ab 2017 werden Pflegebedürftige und Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz wie Demenzkranke, länger­fristig psychisch Erkrankte oder geistig Behinderte je nach ihrer noch vorhandenen Selbstständigkeit in die Pflege­grade eingestuft und erhalten entsprechende Leistungen aus der Pflegeversicherung.
Zu den Begriffen der Alltagskompetenz, der Pflegebedürftigkeit, den Ermittlungsverfahren des Pflegegrades und weiteren Leistungen wenden Sie sich bitte an Ihre Pflegekasse.

Förderungen und Darlehen

Es gibt keine pauschale Förderung für Ihr Liftsystem. Wir verweisen jedoch auf einige Bundesländer, in denen spezielle Förderprogramme für barrierefreie Zugänge oder behindertengerechte Wohnraumanpassung aufgelegt wurden. Weitere Möglichkeiten bieten entsprechende Stiftungen oder Verbände, die gewisse Umbaumaßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation mit unterstützen. Finanzielle Unterstützung erhalten Sie auch über die Programme „Altersgerecht Umbauen - Investitionszuschuss (455)“ oder „159 -Altersgerecht Umbauen“ durch die KfW-Bank. Darüber hinaus bieten wir Ihnen über unsere Hausbank die Möglichkeit, auch in höherem Lebensalter eine gesicherte Finanzierung von bis zu 10.000 € abzuschließen.

Eine detaillierte Ausführung zu Darlehen und der KfW-Förderung finden Sie hier.

Ablauf einer Bezuschussung zu Ihrem Treppenlift

Vereinbaren Sie ein kostenloses Beratungsgespräch mit unserem Berater vor Ort, der Ihnen ein unverbindliches Angebot für einen Treppenlift erstellt.

Stellen Sie einen Antrag auf die Zuweisung eines Pflegegrades durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung. Dabei unterstützen wir Sie gerne. Auch Ihr Arzt oder ein Pflegedienst kann Ihnen hier weiterhelfen.

Innerhalb von 5 Wochen erstellt der MDK nach einem Ortstermin ein Gutachten über die Einordnung in einen Pflegegrad.

Diese Einordnung gilt rückwirkend ab dem Monat der Antragstellung! Sie können also bei der Pflegeversicherung auch Kosten geltend machen, die zwischen Antragstellung und Zuweisung des Pflegegrades entstanden sind.

 
 
 
 

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