Förderungen und Darlehen

Es gibt keine pauschale Förderung für Ihr Liftsystem. Wir verweisen jedoch auf einige Bundesländer, in denen spezielle Förderprogramme für barrierefreie Zugänge oder behindertengerechte Wohnraumanpassung aufgelegt wurden. Weitere Möglichkeiten bieten entsprechende Stiftungen oder Verbände, die gewisse Umbaumaßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation mit unterstützen. Finanzielle Unterstützung erhalten Sie auch über die Programme „Altersgerecht Umbauen - Investitionszuschuss (455)“ oder „159 -Altersgerecht Umbauen“ durch die Kf W-Bank. Darüber hinaus bieten wir Ihnen über unsere Hausbank die Möglichkeit, auch in höherem Lebensalter eine gesicherte Finanzierung von bis zu 10.000 € abzuschließen.

Zuschüsse

Das neue Pflegestärkungsgesetz 2017 ermöglicht wie bisher einen Zuschuss für sogenannte „Wohnraum-
an­passungsmaßnahmen“ bis zu einer Höhe von 4.000 €. Dieser Betrag steht jeder im Haushalt lebenden Person bei anerkanntem Pflegegrad und/oder ärztlicher Verordnung zu und muss vor dem Umbau bei der Kasse beantragt werden. Formulare hierzu erhalten Sie bei der Pflegekasse. Ihre Pflegekasse gewährt diesen Zuschuss pro Umbau­maßnahme pro Gesundheitszustand. Hat der Pflegebedürftige beispielsweise bereits einen Zuschuss für einen Badumbau erhalten, sein Gesundheitszustand sich aber weiter verschlechtert, können erneut 4.000 € z.B. für ein Liftsystem beantragt werden. Maximal 16.000 € sind als Zuschuss pro Maßnahme möglich, wenn bis zu 4 Pflege­bedürftige (z.B. Seniorenwohngemeinschaften) in einer gemeinsamen Wohnung leben. Ehepaare können dem­zufolge 8.000 € erhalten.

Was sind Pflegegrade?

5 Pflegegrade anstatt 3 Pflegestufen ab 2017
Im Zuge der Pflegereform 2016/2017 werden die gesetzlich definierten Pflegestufen 1, 2 und 3 in die neuen Pflege­grade 1, 2, 3, 4 und 5 umgewandelt (siehe Tabelle). Diese Überleitung ist in § 140 Sozialgesetzbuch Elf (SGB XI) ver­ankert. Bei Versicherten, die somit zwangsläufig einen neuen Pflegegrad erhalten, werden bis 1. Januar 2019 keine „Wiederholungsbegutachtungen“(§ 18 SGB XI) durchgeführt. Begutachtungen sind jedoch möglich, wenn Sie diese selbst beantragen (z.B. bei gewünschter Höherstufung).
Ab 2017 werden Pflegebedürftige und Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz wie Demenzkranke, länger­fristig psychisch Erkrankte oder geistig Behinderte je nach ihrer noch vorhandenen Selbstständigkeit in die Pflege­grade eingestuft und erhalten entsprechende Leistungen aus der Pflegeversicherung.
Zu den Begriffen der Alltagskompetenz, der Pflegebedürftigkeit, den Ermittlungsverfahren des Pflegegrades und weiteren Leistungen wenden Sie sich bitte an Ihre Pflegekasse.